Geburtsort:

Klinik

„eine absolut „entspannte“, schnelle, ruhige und sehr friedliche Geburt“

Triggerwarnung: Schulterdystokie/ McRoberts-Manöver

Schwangerschafts- / Geburtsbericht eines Papas

Mein Name ist Steffen. Ich bin 35 Jahre alt, wohne im wunderschönen Freiburg und bin im Juni zum ersten Mal Papa geworden. Nach einer Fehlgeburt im Mai 2020 haben meine Frau Antonia und ich uns umso mehr gefreut, dass die gesamte Schwangerschaft und vor allem die Geburt im Juni diesen Jahres sehr gut und unkompliziert – einfach friedlich verlaufen sind.

Da unser beider Erfahrung mit „Die friedliche Geburt“ so überwältigend war, habe ich mich dazu entschieden, einen Schwangerschafts- / Geburtsbericht aus Sicht des Geburtsbegleiters zu verfassen um so meine sehr persönlichen Empfindungen und Erfahrungen vor, während und nach der Geburt mit anderen werdenden Väter (oder Geburtsbegleitern) zu teilen.

Antonia und ich wussten seit November 2020 also frühzeitig von der Schwangerschaft. Antonia hatte zum damaligen Zeitpunkt großen Respekt, nein, große Angst vor einer Geburt. Dies ging so weit, dass die Antwort bei einem unserer Hochzeitsspiele 2019 auf die Frage „Wovor hast du am meisten Angst im Leben?“ ohne zu zögern „Geburt!“ lautete. Ich selbst hatte weniger Angst vor der Geburt an sich (wieso auch – ICH muss das Kind ja nicht gebären!) aber sehr große Angst davor, Antonia unter der Geburt leiden (=schreien, weinen, fluchen usw.) zu sehen.

Antonias Schwester, von Beruf Physiotherapeutin, bekam im Mai 2020 ebenfalls ihren ersten Sohn, was bedeutet, dass wir immer mit all unseren Fragen (und Sorgen) zu den beiden gehen können und von dort auch immer „fachkundige“ Antworten bekommen. So haben wir uns bei den beiden natürlich auch über die Geburt erkundigt. Sie erzählten und sehr schnell, dass sie sich in das Thema „Hypnobirthing“ eingelesen und mit eigenen Methoden und Kenntnissen aus der Physiotherapie auf die Geburt vorbereitet hatten. Daher lasen auch wir uns ins Thema „Hypnobirthing“ ein. Uns wurde aber schnell klar, dass die Methoden und Ansichten von Frau Mongan etwas zu amerikanisch, „radikal“, beinahe schon sektenmässig daherkommen.

Wir suchten also eine Alternative und stießen so nach kurzer Recherche im Internet auf Kristins „Die friedliche Geburt“. Hier haben sich die – nach meiner Ansicht – richtigen Ansätze des Hypnobirthing mit realistischen Standpunkten gegenüber den Geburtshelfern, Ärzten, Kliniken usw. gepaart.

So begannen wir im Januar 2021, also ca. 6 Monate vor der Geburt, gemeinsam uns mit Hilfe der Videolektionen von Kristins App auf die Geburt vorzubereiten. Zu Beginn war ich von den  Berichten der ersten Lektionen so erstaunt, dass ich vieles nochmals nachgelesen habe und umso faszinierter war, was unter Entspannung tatsächlich alles möglich ist.

An dieser Stelle vielleicht ein kurzer Einschub:

Weder Antonia noch ich würden uns als spirituell bezeichnen. Wir gehören eher der Fraktion an, die faktenbasiert (be)urteilt und entscheidet. Uns ist beiden bewusst, dass der „spirituelle Glaube“ allein eben keine Berge versetzt oder für eine problemlose Geburt sorgt.

Den Fakten in den Einführungslektionen konnten wir uns beide nicht entziehen und so war mir als Geburtsbegleiter schnell klar, dass, wenn Antonia sich auf die Übungen / Hypnosen „einlässt“, eine friedliche Geburt absolut möglich ist.

Das hat mir bereits einen großen Teil meiner Angst (vor ihrem „Leid“ unter der Geburt) genommen und wiederum dazu geführt, dass ich für Antonia Unterstützer und Motivator sein konnte.

Wir haben dann in den verbleibenden Monaten die Videolektionen gemeinsam „durchgearbeitet“ und auch bald angefangen die Entspannungen regelmäßig zu „trainieren“. Antonia hat dabei viele der Übungen für sich alleine gemacht. Gemeinsam haben wir vor allem das „Anker setzen“ regelmäßig geübt (Spoiler: wir haben es unter der Geburt nicht gebraucht. Das Wissen um dieses „Werkzeug“ hat uns aber deutlich entspannt!). Ich selbst habe im Übrigen ebenfalls einige der Hypnosen „ausprobiert“ und muss sagen, dass sie bei mir genauso gut funktioniert haben wie bei Antonia. Ich war regelmäßig in absoluter Tiefenentspannung.

Ergänzend will ich hier nicht unerwähnt lassen, dass sich Antonia parallel zu Kristins App auch regelmäßig mit dem „EPINO delphine“ auf die Geburt vorbereitet hat. Teilweise auch in Kombination aus Hypnose und EPINO Training, was sehr gut geklappt hat.

Da unser Sohn am errechneten Tag der Geburt keine Anstalten machte sich auf den Weg zu machen, unternahmen wir an beiden folgenden Vormittagen weitläufige Spaziergänge. Am 16.07. kamen wir mittags (16:00) von einem solchen Spaziergang nach Hause und Antonia spürte (wie bereits die Tage zuvor) vereinzelte Wehen. Diesmal pendelten diese sich jedoch in gewisser Regelmäßigkeit ein und blieben auch noch nach dem „Badewannentest“ (18:00) bestehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Antonia bereits die „Hypnose während der Geburt“ über ihre Airpods auf den Ohren und war daher sichtbar entspannt. Mir wurde zu diesem Zeitpunkt klar, dass ich nicht mehr schlafen gehen musste, da ich die Phasen der Geburt und das „weitere Geschehen“ mit Kristins App und dem Podcast kennen gelernt hatte.

Gegen 21:00 Uhr legte sich Antonia aufgrund der einsetzenden Abkühlung am Abend auf unseren Balkon und entspannte sich weiterhin zur laufenden Hypnose. Ich selbst habe Sie in dieser Zeit „in Ruhe gelassen“, Wasser bereitgestellt und immer mal wieder geschaut, ob Sie etwas braucht – nicht mehr und nicht weniger.

Gegen 23:00 Uhr ist Antonia unter intensiver werdenden Wellen ins Bett gegangen und hat weiter in sich „hinein gespürt“, wann der richtige Zeitpunkt ist, um in die Klinik zu fahren. Um 00:15 Uhr kam von ihr die klare, aber sehr ruhige Ansage „Wir fahren jetzt!“. Ich habe aufgrund meiner Erfahrungen mit Kristins Videolektionen und Podcasts zum Thema „Wann ist der richtige Zeitpunkt, um in die Klinik zu fahren?“ keine Sekunde gezögert oder Antonias Entscheidung hinterfragt, da ich mir sicher war, dass Antonia ein gutes Gespür für den „richtigen Moment“ entwickelt hatte.

Wir kamen um 00:45 Uhr im Diakonie Krankenhaus in Freiburg an. Aufgrund der Corona-Bestimmungen musste ich noch bis 01:00 Uhr warten, bis ich mit in den Kreißsaal durfte. Bei Antonias „Eingangsuntersuchung“ im Kreißsaal war ihr Muttermund bereits 6 cm geöffnet. Die Hebamme im Kreißsaal bestätigte Antonia eine „gute Vorarbeit zu Hause“ und ließ uns dann, mit Hinweis, dass sie erkenne, dass Antonia sich selbstständig entspannen wolle und könne und sie bei Bedarf jederzeit da sei, alleine im Kreißsaal.

Bis 02:30 Uhr wurden die Wellen bei Antonia stetig intensiver bzw. die Pausen zwischen den Wellen sehr kurz. Antonia hatte während dieser Zeit fortwährend die „Hypnose während der Geburt“ auf den Ohren, die Augen geschlossen und „pustete“, je nach Intensität der Welle, mal mit mehr, mal mit weniger Druck beim Ausatmen. Zu keiner Zeit schrie sie, „tigerte“ durch den Kreißsaal, änderte die Liegeposition oder „litt“ sicht- oder hörbar in den Wellen. Ich selbst beschränkte mich auch hier aufs „Da sein“, reichte Wasser, massierte das Steißbein und verhielt mich ansonsten ruhig und „unauffällig“.

Um 03:00 Uhr stieg Antonia in die Geburtswanne, was umgehend eine Linderung der gefühlten Intensität der Wellen bewirkte. Gleichzeitig hatte sie das Gefühl, bereits pressen zu müssen, was sie der jetzt anwesenden, sehr entspannten Hebamme auch mitteilte. Diese schien etwas „überrascht“ aufgrund des Tempos der Geburt. Bei der anschließenden Kontrolle (03:15 Uhr) stellte sie aber fest, dass der Muttermund bereits vollständig geöffnet war und der kleine Mann auch schon „ordentlich schob“. Antonia durfte und sollte die Austreibungsphase daher aktiv unterstützen.

Während der intensivsten Austreibungsphase (03:45 Uhr) wurde Antonias Atmung lauter, ging in vereinzeltes Stöhnen über und die Kopfhörer (samt Hypnose) wurden nicht mehr gebraucht. Nachdem der Kopf unseres Sohnes in der Wanne bereits vollständig zu sehen war (und hier bereits ersichtlich war, dass es sich um ein großes Kind handelt), blieb der Kleine mit einer Schulter im Becken hängen, was die begleitende Ärztin zum zügigen Wechsel aus der Wanne zurück in den Kreißsaal veranlasste.

Im Kreißsaal klappte das einmalig durchgeführte McRoberts-Manöver -bei dem es zum ersten und einzigen echten Schrei von Antonia während des gesamten Geburtsverlaufs kam- so dass unser Sohn J. um 04:01 Uhr, mit 4240 Gramm, 56cm Körperlänge, 36,5cm Kopfumfang, gesund und munter auf die Welt kam.

Bei der anschließenden Untersuchung von Antonia staunte die Ärztin ein wenig darüber, dass Antonia bis auf eine Abschürfung keinerlei Verletzungen davongetragen hatte („…das glaube ich ja nicht… Da müssen wir ja gar nichts machen…!“). Ebenso hatte die erste Untersuchung von J. gezeigt, dass dieser trotz der Schulterdystokie keinem erhöhten Stress ausgesetzt war und die Geburt sehr gut überstanden hatte.

Im Nachgang habe ich mich mit Antonia natürlich über die Geburt und ihre Empfindungen zu Kristins Vorbereitung unterhalten. Antonia sagt heute, dass ihre Geburt definitiv nicht schmerzfrei verlief („…ein Kind zu machen, macht deutlich mehr Spaß, als es zu bekommen“). Angesichts einiger Geburtsberichte aus unserem direkten Umfeld ist sich aber auch Antonia sicher, dass ihre Geburt im Vergleich zu vielen anderen sehr gut, schnell und friedlich verlief. Ebenso hatte keiner von uns die Erwartung, in so kurzer Zeit die Selbsthypnose so zu perfektionieren, dass eine komplett schmerzfreie Geburt (die ich Kristin ohne zu zögern glaube) bei uns möglich ist.

Als Geburtsbegleiter – der zudem vor der Geburt ähnlich große Angst wie Antonia selbst hatte – kann ich sagen, dass ich eine absolut „entspannte“, schnelle, ruhige und sehr friedliche Geburt miterleben durfte. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass Antonia fürchterlich leiden müsse bzw. die Intensität so heftig wird, dass sie dies unter der Entspannung von Kristin nicht locker schaffen würde. Das hat MICH während der gesamten Geburt entspannt und sich dann offensichtlich auch auf Antonia und letztendlich den kleinen J. übertragen.

Heute, knapp 6 Wochen nach der Geburt haben wir ein sehr entspanntes Kind, dass nachts tatsächlich (die meiste Zeit) ruhig schläft, keine Koliken hat, ordentlich trinkt / gestillt werden kann, mit mir im Tragetuch abhängt und insgesamt einfach Spaß macht.

Ich war in der Nacht nach der Geburt – nach 40 Stunden auf den Beinen – so überwältigt von der Geburt und vor allem der Wirkung von „Die friedliche Geburt“, dass ich noch um 23:00 Uhr eine kurze Mail an Kristin und ihr Team schrieb und mich einfach bedankte. Damit schließe ich auch heute – Danke liebe Kristin für deine „Unterstützung“ vor, während und nach der Geburt unseres Sohnes J.