Geburtsort:

Klinik

Positiver Geburtsbericht

Luis, 05.07.2020 (Et. 25.07.2020)

52cm, 2760 g und 34,5cm Ku

04.7.2020:

Mein Mann und ich gingen recht spät ins Bett, da wir noch Besuch hatten. Es war ca. 1 Uhr nachts, ich lag im Bett und verspürte etwas stärkere Übungswehen (dachte ich jedenfalls), der Bauch wurde hart, ich drehte mich auf die Seite und zack, es kam Fruchtwasser raus. Ich dachte, das gibt’s doch nicht. Ich hätte niemals so „früh“ damit gerechnet und bekam es etwas mit der Angst zu tun. Ich hatte meine Lektionen vom Kurs ja noch gar nicht zu Ende angesehen und fühlte mich nicht fertig vorbereitet. Nun gut, wir riefen im Krankenhaus an. Die Hebamme legte uns nahe, zeitnah ins Kh zu kommen – da wir aber erst unseren 2-jährigen Sohn unterbringen mussten, schliefen wir noch ein paar Stunden und riefen dann meinen Bruder an (ich hatte die ganze Nacht schon intensive Wellen, die sich aber gut aushalten ließen). Er kam gegen 6 Uhr und um 7 Uhr waren wir dann in der Klinik. Ich wurde ganz lieb empfangen und bin in einen sehr gemütlichen Kreißsaal gebracht worden. Dort ging es direkt ans CTG und danach wurde ich untersucht – Mumu Fingerdurchlässig. Ich freute mich, dass sich bereits etwas getan hatte in den vergangenen Stunden, die ich mit leichten Wellen, kuschelig im Bett mit meinem Partner und der Hypnose verbrachte.

Wir kamen in ein Vorwehenzimmer, konnten etwas essen und mein Freund durfte die ganze Zeit bei mir bleiben. Die Wellen waren Zuhause unter Hypnose besser auszuhalten. Ich fühlte mich in dem Zimmer nicht allzu wohl und es kam ständig jemand rein (Reinigungskraft usw.). Den Tag über tat sich leider kaum etwas, sodass ich mich auf Anraten der Hebammen für einen Wehencocktail entschied. Ich hatte den Eindruck, die Wellen wurden intensiver und ich hatte Schwierigkeiten, sie zu veratmen. Dazu kam leider noch, dass meine Symphysenlockerung und Isg-Blockade mich einfach zwischen und während der Wellen nicht entspannen ließen. Ich konnte mich dadurch kaum noch bewegen und maximal seitlich liegen. Ich fühlte mich einfach nur noch wie durchgebrochen und instabil bei jeder Bewegung. Ca. 2 Stunden nach dem Wehencocktail bat ich um eine PDA. Mumu mittlerweile auf ca. 3-4 cm. Ich hatte die Befürchtung, nicht weiterzukommen und in eine Negativspirale zu kommen wie bei meinem ersten Sohn (5 Tage Latenzphase mit starken Schmerzen, es endete damals im Kaiserschnitt aufgrund meiner Erschöpfung und es tat sich kaum etwas)… Ich zog die Notbremse und bekam die erlösende PDA! (ca. 21 Uhr) Ich fühlte mich plötzlich SO gut und stark! Mein Mann und ich kuschelten im Kreißsaal ganz eng und wir schlummerten vor uns hin. Ich spürte die Wehen trotzdem weiterhin als leichten Druck und habe immer schön in den Bauch geatmet und genossen. Nach einer Weile untersuchte mich die Hebamme und stellte fest: 7cm! Ich war soo stolz auf mich und meinen Körper!! Es ging positiv voran und eine Weile später war dann der Muttermund vollständig eröffnet! Das war ein so tolles Gefühl. Leider waren die Herztöne etwas besorgniserregend, weshalb die Ärztin meinem Kleinen Blut am Kopf abnehmen musste, um sicherzustellen, dass alles okay ist. Es war etwas unangenehm – doch sicher ist sicher. Es war aber glücklicherweise alles prima. Es ging weiter – Der Pressdrang wurde immer stärker. Ich ging in den Vierfüßlerstand und empfand es als sehr starkes Gefühl und krassen Druck. Die PDA nahm das Gefühl der Wellen raus, doch der starke Druck blieb. Ich presste um mein Leben! Dieses starke Gefühl ist einmalig und soo kraftvoll! Mittlerweile saß ich auf dem Gebärhocker. Ein Seil von oben half mir, meine Kraft rauszulassen. Mein Mann saß hinter mir und reichte mir fleißig Wasser und war einfach für mich da. Nach ca. 25 Minuten Austreibungsphase wurde dann unser Sohn Luis am 05.7. um 04:24 Uhr geboren. Ich könnte jetzt noch weinen.. Dieses Erlebnis war einmalig und einfach so unfassbar kraftvoll! Ich bin sprachlos, was der Körper einer Frau schaffen kann! Trotz kurzer Vorbereitungszeit in Kristins Programm (ca. 2 Wochen) haben mir ihre Hypnosen wundervoll geholfen, mich besser entspannen zu können und ich würde es immer wieder so machen!

Ich wünsche allen werdenden Mamis auch so eine kraftvolle und schöne Geburt! Ihr schafft das!