Geburtsort:

Klinik

Liebe Kristin, (…) 

als allererstes möchte ich dir von ganzem Herzen danken, dass du deine Methode „Die friedliche Geburt“ in die Welt gebracht hast!!  

Ich habe am 22. Dezember meinen Sohn, unser erstes Kind, auf die Welt gebracht, unter deiner Hypnose und mit langer Vorbereitung durch deine Methode. Die Geburt war ganz anders, als ich erwartet hatte, und dennoch wunderschön. Ein tiefgreifendes Erlebnis, für das mir auch drei Wochen danach noch die Worte fehlen und das mir Tränen der Rührung in die Augen steigen lässt. Ich bin so dankbar, dass ich dieses so besondere Erlebnis dank deiner Methode so erleben durfte. 

Unser Kleiner hat sich viel Zeit gelassen, er kam an ET+10 auf die Welt und auch an diesem Tag erst nach Einleitung. Die Einleitung war etwas, wovor ich ziemliche Angst hatte, hatte ich doch so viel gelesen von tagelangen Geburten mit Intervention, auf die wiederum eine Intervention folgt… In der Woche vorher, als sich die Möglichkeit einer Einleitung ankündigte, habe ich mehrfach deine Podcastfolge zu dem Thema gehört, die mich immer wieder beruhigt hat, und natürlich weiterhin meine Hypnosen gemacht: fast täglich stand „Geburtsbeginn mental fördern“ auf dem Plan. 

Und dann kam der Morgen von ET+10: ich wachte morgens um 4 Uhr auf, ängstlich und voller Sorgen über das, was mich erwarten würde. In meinem Kopf fuhren die Gedanken Karussell, ich konnte nicht mehr schlafen. Um mich zu beruhigen, machte ich mir die Geburtshypnose auf die Ohren und schlief darunter tatsächlich noch einmal ein. Um 8:30 Uhr mussten wir uns im Kreißsaal unseres Krankenhauses einfinden. Das Prozedere der Einleitung begann mit einem CTG, der ersten Tablette und dem Papierkram zur stationären Aufnahme. Die diensthabende, absolut liebe und einfühlsame Hebamme hatte es geschafft, mir die Angst zu nehmen. Ich harrte der Dinge, die da auf mich zukommen würden. Sie sagte, es sei sehr unwahrscheinlich, dass wir den Kleinen heute noch begrüßen könnten. Tja, es ist ja so eine Sache mit den Wahrscheinlichkeiten… 😉 

Es war ein ganz ruhiger Sonntag im Kreißsaal, außer uns war niemand da. Der Tag bestand aus CTGs, spazieren gehen, ab und zu was essen, wieder CTG usw. Um 14 Uhr, das CTG zeigte regelmäßige Kontraktionen, aber ich war noch „zu entspannt“ laut Hebamme, nahm ich die nächste Tablette. Um kurz nach 16 Uhr, mein Mann und ich waren auf dem Zimmer und vertrieben uns die Zeit mit Netflix, veränderte sich plötzlich etwas. Die Wellen wurden kräftiger, ich konnte dabei nicht mehr ruhig sitzen und begann zu veratmen. Dann hatte ich plötzlich Blut am Toilettenpapier – ich vermute, es war das „Zeichnen“. Also gingen wir zurück in den Kreißsaal zur Hebamme, der ich vom aktuellen Stand berichtete, während ich schnaufend durch eine Welle rollte. Sie untersuchte mich und konnte es selber kaum fassen: der Muttermund war schon 4 cm geöffnet. Ohne, dass ich davon viel gemerkt hatte. Das führe ich übrigens auf die geburtsvorbereitende Akupunktur zurück, die ich vier Wochen vor ET begonnen hatte. Ich schickte meinen Mann zurück ins Zimmer, mein Handy mit den Hypnosen und meine Kopfhörer holen, und versank ein paar Minuten später in die Geburtshypnose, während die Wellen stärker wurden. Um 17:30 Uhr etwa platzte die Fruchtblase. An alles, was danach kam, kann ich mich nur schemenhaft erinnern, ich war weg, im Tunnel, ganz bei mir und dem Kind, das nun beschlossen hatte, zu uns zu kommen. Was ich noch weiß: Irgendwann veränderten sich die Wellen, es gab extrem Druck nach unten, ich wollte mitschieben und begann unweigerlich laut zu werden. Und dachte nur „Wow, das kann nicht sein, das geht doch viel zu schnell“ – denn ich hatte die vierstündige Geburtshypnose bisher nicht neu gestartet und keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen war, aber es konnte nicht viel sein. Eine zweite Untersuchung folgte (die letzte übrigens), der Muttermund war komplett geöffnet – berichtete mir mein Mann nach der Geburt, ich habe es nicht mitbekommen. Im Vierfüßlerstand atmete ich mich durch die Wellen, war laut und hatte Schmerzen, ja, aber ich kam gut zurecht. Eine Stunde und einen Dammschnitt (großes Kind mit 56 cm und 37 cm Kopfumfang) später war er da, unser Sohn. Ganz ruhig war er, wurde mir auf den Bauch gelegt, während ich vor Überwältigung nur noch weinte, und wir bekamen über eine Stunde Zeit, seine Ankunft zu genießen. Erst später, bei seiner U1, meckerte er kurz und wir hörten seine Stimme zum ersten Mal. Es war 20:18 Uhr, als er auf die Welt kam. Nur vier Stunden nach Einsetzen der echten Wellen. Ich konnte es kaum fassen. 

Unsere Hebamme, die uns durch den Tag begleitet hatte, war noch da, hatte extra gut eine Stunde länger gemacht und konnte ebenfalls kaum glauben, dass unser Sohn noch in ihrer Schicht zur Welt gekommen war. Ich war so froh, dass sie noch da war und uns bis zum Schluss begleitet hatte. Und ich bin ihr und dem Krankenhaus wahnsinnig dankbar, dass sie mich einfach haben machen lassen und uns eine angenehme Atmosphäre bereitet haben. Wir hatten alle Ruhe, die wir uns wünschen konnten, eine 1:1Betreuung (weil der zweite Kreißsaal nicht belegt war) durch eine tolle Hebamme, die zwischendrin wohl zu meinem Mann gesagt hatte, sie müsse ja gar nichts machen, ich würde das ja toll hinbekommen, und außer uns nur maximal drei Menschen im Kreißsaal (zum Dammschnitt und zur Geburt war die Ärztin da, die ablösende Hebamme war dann ab ca. 19:30 da). 

Es war, trotz Schmerzen in der Pressphase, meine Traumgeburt, ich kann es nicht anders sagen. Und das nach Einleitung, vor der ich vorher so viel Angst hatte. Aber ohne weitere Interventionen, bis auf den Dammschnitt, den ich vorab nicht wollte, in dem Moment aber zustimmte. Das Gewebe war so fest, dass es nicht gerissen wäre. Dank deiner Stimme mit der Geburtshypnose auf meinen Ohren, die mich besonders in den Wellenpausen immer wieder völlig entspannt hat. 

(…) Ich kann dir gar nicht genug dafür danken, dass es diesen Online-Kurs gibt!!!! Ich bin so glücklich darüber und erzähle nun auch gerne über meine Vorbereitung und meine Geburt, wenn jemand fragt. 

So, das alles wollte ich dir gerne schreiben, während hier mein kleines Weihnachtswunder in meinem Arm friedlich schläft – übrigens ist der Kleine bisher sehr entspannt, was ich unter anderem auch auf die viele Entspannung vor der Geburt zurückführe. 🙂 

Ganz liebe Grüße aus dem Saarland und alles Liebe, 

deine Cora