Geburtsort:

Hausgeburt

Liebe Kristin,
mein Sohn Jakob ist am 30.03.2020 zur Welt gekommen. Ich habe mich auf die Geburt mit deiner Methode vorbereitet und hätte mir keine schönere Geburt vorstellen können.

Den Geburtsbericht habe ich bereits in die Facebook-Gruppe gepostet, ich wollte dir persönlich aber nochmals danken für deine großartige Arbeit. Du bist eine unglaubliche Unterstützung für so viele Frauen. Nach der wunderschönen Hausgeburt ging es gleich harmonisch und komplikationslos weiter – das Stillen hat sofort geklappt und auch das Wochenbett ist eine wunderbare Erfahrung. Ich bin überzeugt, dass das daran liegt, weil ich bereits eine sehr glückliche und ruhige Schwangerschaft erleben durfte – dank deiner Methode.

Auf meine nächsten Geburten (mindestens zwei sind noch geplant :)) werde ich mich sicher auch wieder mit deiner Methode vorbereiten.

Vielen Dank für Alles und alles Liebe,
Magdalena 

Geburtsbericht (m)einer Traumgeburt  *Jakob, 30.03.2020 

Am 29. März gegen 06:00 Uhr morgens spüre ich erste leichte Wellen und wecke Benni, meinen Partner. Ich weiß, dass es nun bald losgeht und es nicht mehr lange dauert, bis ich mein Kind in den Armen halten darf. Die Wellen kommen unregelmäßig, teilweise aber schon recht intensiv und in kurzen Abständen.  

Den ganzen Tag verbringe ich mit den Kopfhörern im Wohnzimmer, wechsle Positionen, atme in den Bauch, Benni bringt mir immer wieder aufgeschnittenes Obst, massiert meine Füße. Ich nehme die Wellen bereits als recht stark wahr und denke – lang kann’s nicht mehr dauern! Gegen 18:00 Uhr kommt unsere Hebamme Julia vorbei (wir haben das große Glück, unser Kind bei einer Hausgeburt auf die Welt bringen zu dürfen). Sie spricht mit mir, fragt nach meinem Tag, den Abständen der Wellen. Schnell wird klar, ich befinde mich „erst“ in der Latenzphase. Das kann doch nicht sein! Ich bin frustriert – den ganzen Tag über hatte ich Wellen und nun kommt es mir vor, als wäre das alles „umsonst“ gewesen. Die nächsten Stunden vergehen schleppend, ich gehe immer wieder duschen, um zu sehen, ob die Wellen intensiver oder schwächer werden. Benni redet mir gut zu, beruhigt mich. Als ich gegen 04:00 Uhr morgens in die Dusche steige, spüre ich den Unterschied. Die Wellen werden kräftiger! Mit steigender Intensität nimmt auch meine Vorfreude zu. Rückblickend kann ich sagen, dass ich die eigentliche Geburt viel, viel entspannter, einfacher und schmerzfreier in Erinnerung habe, als die Phase der Vorwellen. 

Benni informiert um 04:00 Uhr unsere Hebamme Julia. Sie sagt, sie komme gegen 09:00 Uhr vorbei, um nach dem Stand der Dinge zu sehen. Die Wellen werden intensiver, mein Körper ist auf Autopilot, ich befinde mich in meiner eigenen „Höhle“, nehme nichts von der Außenwelt wahr. In den Wellenpausen höre ich Kristins Stimme – Kiefer lockerlassen, Schultern lockerlassen. Das hilft mir, um in den Pausen Kraft zu tanken und mich zu entspannen. Während der Wellen denke ich nur – in die Kuuuuuugel atmen! Ich feure meinen Sohn an, sage ihm, dass er das großartig macht und wir uns so sehr auf ihn freuen. Gegen 06:00 Uhr merke ich eine Veränderung der Wellen. Das Körpergefühl wandert von der Gebärmutter ins Kreuz. Ich merke einen ersten Pressdrang und sage Benni, die Hebamme solle bitte sofort kommen, nicht erst um 09:00. Als sie gegen 06:20 Uhr zu uns kommt, die freudige Nachricht: Muttermund komplett geöffnet. Julia ruft ihre Kollegin an – für mich ein Zeichen, dass es nun wirklich bald soweit ist, da sie in der letzten Phase der Geburt die Frauen immer zu zweit betreuen (Spoiler Alert – die zweite Hebamme hat es nicht rechtzeitig geschafft :)) 

Ich bin in meiner „Bubble“, nehme nur noch meinen Körper wahr, habe noch nie eine solche Kraft verspürt. Wozu mein Körper fähig ist! Und er macht das ganz von alleine! Auch jetzt noch, in der Pressphase, trage ich die Kopfhörer. Während der Wellen nehme ich nichts wahr, aber in den Pausen hilft mir Kristins Stimme, ganz ruhig zu atmen und Kraft zu tanken. 

Ich gehe in die Hocke und mit einer letzten, kräftigen Welle wird um 07:43 Uhr mein Sohn geboren. Ich bin überwältigt, im ersten Moment sogar überrumpelt. Julia legt mir meinen Sohn auf die Brust, ich nehme nun gar nichts mehr um mich herum wahr. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt diesem wundervollen, einzigartigen Geschenk. Ich kann mein Glück nicht fassen.