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Klinik

Geburtsbericht

Triggerwarnung: Kaiserschnitt

Am 13. September um 20.12 Uhr, wurde unser bezaubernder kleiner Schatz E. geboren. 3400 Gramm und 49 cm.

Auch wenn unsere Geburt nicht so verlief, wie wir sie uns erhofft hatten, trifft kein Wort diese Geburtserfahrung so gut wie der Ausdruck “friedlich”.

Ich hatte mich seit ungefähr SSW 20 mit dem Onlinekurs vorbereitet, und in den letzten 5 Wochen meiner wunderbaren, komplikationslosen Schwangerschaft auch Akupunktur, Damm-Massage, Himbeerblätter-Tee etc. gemacht. Die Hypnosen und der Podcast halfen mir, eine positive Einstellung zur Geburt zu gewinnen und die Schwangerschaft bis zum Ende zuversichtlich und mit großem Urvertrauen zu genießen. Schon darum bin ich froh, dass ich den Kurs gemacht habe.

Ich hatte immer das Gefühl, dass sich unser Baby an einem Sonntag auf den Weg macht. Am 12. September, einem Sonntagnachmittag, spürte ich dann auch erstmals richtige Wehen, die sehr kurz, aber schon regelmäßig spürbar waren. Schon nach einer Stunde waren sie intensiv und regelmäßig – alle 4 Minuten. Wir riefen im Krankenhaus an und fuhren dann hin.

Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber 24 Stunden später hatte ich noch immer dieselben, äußerst intensiven, regelmäßigen Wehen, und mein Gebärmutterhals war nicht verstrichen, der Muttermund keinen Zentimeter geöffnet. Es war also nichts passiert, ich aber total erschöpft. Ich hatte auch seit 48 Stunden nicht mehr geschlafen. Leider habe ich es nicht geschafft, in Hypnose zu kommen oder zu bleiben, außer einmal für ca. 2 Stunden.

Alle CTGs und vaginalen Untersuchungen wurden vom Personal sehr einfühlsam und für mich absolut schmerzfrei durchgeführt. Sie haben mich liebevoll und äußerst empathisch begleitet, angefangen mit den 3 Hebammen, die ich nacheinander kennenlernte, bis hin zu den Ärztinnen. Auch mein Partner war mir eine große Stütze und hat immer an mich geglaubt.

Nach 24 Stunden schlug mir die Oberärztin dann eine Einleitung vor. Zuerst mit alternativen Optionen, ansonsten dann eine medikamentöse.

Die alternativen Mittel halfen mir nicht, es gab in den folgenden 5 Stunden weiterhin keinen Fortschritt.

Die medikamentöse Einleitung lehnte ich danach ab. Denn ich konnte mir nicht vorstellen, noch länger so weiter zu machen – die Wehen waren so intensiv und gefühlt schon ewig andauernd. Und so äußerte ich den Gedanken an einen Kaiserschnitt. Und fühlte mich dabei sowas von erleichtert, als ich dies aussprach. Zuvor hatte ich mir dies kaum vorstellen können, aber nun wusste ich, das ist jetzt der richtige Weg. Eine Last fiel von mir ab.

Innerhalb von 3 Stunden wurde der Kaiserschnitt organisiert und von 3 Ärztinnen durchgeführt, und das gesamte Personal hat mich dabei so liebevoll betreut, und natürlich mein Partner auch. Noch nie war ich SO froh, ihn an meiner Seite zu haben.

Vor und während der OP wurde immer mit mir kommuniziert, was gerade geschieht, man kam zu mir und sprach mit mir auf Augenhöhe während der OP, was ich enorm schätzte, da ich doch etwas aufgeregt war.

Und dann, schon nach wenigen Minuten, hörten wir den Schrei von Elijah und mussten beide sofort weinen vor Glück.

Wir waren so erleichtert. Anschließend wurde der Kleine kurz auf mich gelegt, und dann durfte er mit Papa bonden.

Ich bin einfach dankbar, dass ich mich so entschieden habe. Elijah hatte keinen Stress, aber hat doch die ganzen Geburtshormone mitbekommen. Und mir ging und geht es nach dem Kaiserschnitt erstaunlich gut, das hätte ich so nicht erwartet.

Elijah ist so friedlich, ein kleiner Buddha – auch heute noch, 10 Tage nach seiner Geburt. Während ich das schreibe, schläft er ruhig neben mir in den Armen meines Partners. Dieser Frieden, den er ausstrahlt, lässt uns demütig und glückselig und dankbar zurück und voraus blicken.