150 – Kann mir SCHREIEN oder TÖNEN bei der Geburt helfen?

Wenn wir an Geburt denken, haben wir oftmals Bilder von schreienden Frauen vor uns. Schreie gehörten für mich zumindest untrennbar zu einer Geburt dazu bevor ich selbst eine wundervolle Geburt ohne Schreien erleben durfte. Sind nun also Schreie bei der Geburt eher schlecht? Sollten wir uns da lieber zurückhalten?

So einfach ist die Antwort nicht, denn das wichtigste bei der Geburt ist meiner Meinung nach, dass wir nicht ins Denken und Analysieren kommen. Denn wenn wir unseren Verstand unter Geburt gebrauchen, aktivieren wir gleichzeitig auch die Hirnareale, die für unsere Schmerzbewertung zuständig sind. Das heißt, durch das Analysieren kann sich das Schmerzempfinden erhöhen.

Für die eine Frau, die vielleicht gern lauter wäre, könnte also genau das schwierig sein, weil sie durch ihre eigene Lautstärke möglicherweise darüber nachdenkt, wie das wohl für Außenstehende klingen mag. Für eine andere Gebärende ist es hingegen vielleicht ganz egal, was andere denken könnten, sie kann bei sich bleiben, und dann ist auch lautes Schreien kein Problem für sie.

Ob eine Geburt positiv oder negativ erlebt wird, kann man von außen übrigens nicht unbedingt am Schreien erkennen. Es gibt Gebärende, die sehr laut sind und hinterher sagen, dass es ein großartiges Erlebnis war, und genau so kann es auch andersrum sein. Am besten ist es also, wenn sich die Frau von sich aus meldet, wenn sie Hilfe von außen braucht und das vorher auch schon so mit den Geburtsbegleitern abgesprochen ist.

In dieser Podcastfolge erzähle ich noch mehr über das Thema Lautstärke bei der Geburt und worauf du vielleicht achten kannst.

Ich wünsche dir viel Freude beim Hören!

Deine Kristin

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